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Separation
In einem mit Wasser gefüllten Aquarium liegt, seitlich versetzt, ein
menschlicher Kopf. Das Gesicht, scheinbar lebendig, ist angespannt, die
Augen richten sich auf den Betrachter. Über einen vor dem Aquarium
offensichtlich aufgebauten Projektor wird dem "Kopf", auf eine eiförmige
Form reduziert, Leben eingehaucht. Es ist das Gesicht des Künstlers, der
in dieser absurden Inszenierung die Luft anhält. Auf die
dahinterliegende Wand projiziert ist ein nackter Mann, ebenfalls der
Künstler, der mit seinen Armen scheinbar hilflos rudert, um sich vor dem
Ertrinken zu retten. Diese absurde Situation ist erschreckend und
gleichsam faszinierend. Denn das skulpturale Ensemble von Tony Oursler
greift unmittelbar in das Umfeld des Betrachters ein. Dieser kann sich
nicht mehr als Gegenüber im rezeptiven Sinne distanzieren, sondern wird
zwangsläufig Teil der Arbeit, sobald er den Raum betritt. Der Betrachter
sieht sich mit der Verselbständigung der medialen Virtualität
konfrontiert, die Oursler provokativ demonstriert.
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