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Arena
Die Installation von Anri Sala vermittelt den Eindruck eines Kinos. Ein
tiefschwarzer Raum, mit Teppich ausgelegt und mit spezieller Raumakustik
versehen, präsentiert vor Kopf eine brillante Leinwand. Jedoch steht die
vermeintlich gemütliche Atmosphäre im starken Kontrast zum gezeigten
Film. Zu sehen ist eine sehr langsame Kamerafahrt durch den Zoo von
Tirana. Aus dem Blickwinkel eines Besuchers erscheinen verlassene Gehege
und Käfige in einem ungepflegten, verwahrlosten Zustand. Der Glanz
vergangener Tage weicht nun bedrückender Trostlosigkeit und Leere. Das
ursprüngliche Verständnis eines Zoos als repräsentative Einrichtung, die
der Zurschaustellung, Belehrung und wissenschaftlichen Zwecken dient,
verkehrt sich hier ins Gegenteil. Anri Salas Arena wird zum
dokumentarischen Schauplatz ehemaliger Gefangenschaft und Unterdrückung.
Seine Installation erreicht eine symbolische und metaphorische Qualität,
die seine Rolle als Künstler und Albaner in der gesellschaftlichen
Auseinandersetzung beschreibt. Sala fokussiert auf seinen geografischen
und kulturellen Ursprung im starken Kontrast zur Gegenwart. Der Zoo wird
zum Spiegelbild der politischen und gesellschaftlichen Realität in
Albanien.
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