Chaishop
eine Dienstleistung von Günter M. Wagner, Köln
zur Eröffnung am 13. April 2000, ab 19.30 Uhr

chai - coffee - chai

Der chai-shop ist ein Nachbau eines in Indien typischen Straßen-Verkaufswagens. Er ist ein Mitbringsel von Erinnerungen und Eindrücke zweier Indienreisen. Dort wie hier dient er als Treffpunkt, Kommunikations- und ruheort. Ein Ort des Genusses - Chai, der süße, mit Gewürzen aufgekochte indische Milchtee ist Indiens Genußmittel Nummer eins mit weit größeren Ausmaßen als in Europa die Kaffeekultur.
Mein chai-shop vereint drei in Indien typische Verkaufsstände. Den chai-shop, an dem mancherorts auch Kaffee ausgeschenkt wird und Gebäck und Süßigkeiten verkauft werden, den Popcorn-Stand und den Verkaufsstand von Melonen, Mangos und anderen Früchten. Sie sind gekennzeichnet durch die jeweils typischen Utensilien, wie z.B. eine Vitrine , in der Schokolade, Schokoriegel, Kaugummi und andere süße westliche "Errungenschaften" aufbewahrt und dargeboten werden. Des weiteren ein mit Fliegengittern ausgestatteter Kasten für Mango- oder Melonenstücke oder dem einfachen Aluminiumtopf mit einem Pappkarton als Deckel, darin ein Rührstab steckend zur Bereitung von Popcorn, das auf einem Holzkohlefeuer erhitzt wird. Der chai-shop ist eine Hommage an die indische Straßenkultur mit ihrem Erfindungsreichtum und der Improvisationskunst Geschäfte zu machen, um sich so ein Existenzminimum zu schaffen. Der chai-shop wurde von mir für das Museumsfest (Saldoarty OpenAir) am 22./23.08.98 im Düsseldorfer Ehrenhof gefertigt, wo er 24 Stunden in Betrieb war.
Für die saldo Ausstellung "der harte kern" im Kunstbunker Nürnberg (24.06.99 - 11.07.99) wurde der chai-shop um cold drinks erweitert.

schwarzer Pfeffer Kardamon Sternanis Zimtstangen Ingwer Nelken Schwarzer Tee Zucker Milch Wasser


gmwagner@t-online.de
http://heimat.de/myshop/
wuerstchengarage


Tantratangramme
CD-ROM, digitale Fotographie und Animation von Bettina Meyer, St. Petersburg
zur Eröffnung am 13. April 2000, um 19.30 Uhr

Research body connection between mother and children, how bodies are compatible to each other. How libido is cared. How bodylines are flexible and moveable in relationships. We play with tantric concept of full body energy.

Ein Projekt von Bettina Meyer über Alla Mitrofanova, Mark und Ignat
Musik: Stefan Rummel
Programmierung: Alexander Ivanov, Ellen Ivanova



www.heimat.de/saldo/meyer/index.html
www.base.dux.ru/digbody/ed_mitr.htm
www.cfc.spb.ru
www.cfc.spb.ru/product/Bettina


Erdfresser IV
Performance von Bernd Glaser und Marcus Kaiser, Düsseldorf
zur Eröffnung am 13. April 2000, ab 19.00 Uhr



www.heimat.de/glaser


Ozonloch
mobile Installation von Stefan Rummel, Nürnberg
Ostersamstag 22.April 2000, 16 Uhr

übermäßige bestrahlung
erleuchtete durchdringende
elektronische beschallung
der helle wahn
ich meine man stelle sich vor:
drei nackte typen sitzen
hinten im büro vorm pc
und machen halbkommerziellen sound
(liveübertragung ins ozonloch)
im separee tobt tanzbarer
anachronismus
in der mitte kommt alles
zusammen
Zusammen:
Ozonloch ist eine temporäre Installation und besteht aus zwei Elementen. Zum einen aus künstlichen Lichtquellen, die kein angenehmes Wohnlicht produzieren, sondern in ihrer Grellheit eher an die Nüchternheit eines stressigen Arbeitsplatzes erinnern. Neonlicht, Halogenbeleuchtung und Bildschirmflimmern sind Basis für den minimalistischen Sound. Die Musik im Ozonloch untersucht in Echtzeit die Grenze zwischen analoger und digitaler Sounderzeugung unter Verwendung verschiedener Maschinen (PC, Video/TV, Diktiergerät, Tonband,etc.)
Es ist eine Art wechselseitiger Beziehung zwischen analogen und digitalen minimalistischen Tönen.

stefan.rummel@mobile-installation.de


Dj-Orchester
sechs Djs, Nürnberg
Ostersamstag 22. April 2000, 22 Uhr

Angeberei als Einleitung. (Word up-Sway with me-Volare-Johto).
Es gibt Djs, die keine sind, aber doch musikrelevanter sind als die professionellen Brüder und Schwestern. Aus allen möglichen Berufen rekrutieren sie sich. Man könnte glauben, es ist nur ein Hobby. Aber in ihrer Bestimmtheit alles zuzulassen, also unterschiedliche Musikstile in Rede und Antwort zu stellen, sind diese Djs komisch und bestens geeignet, um die vorherrrschende Dj-Kultur für immerhin kurze Zeit auszublenden, gar zu überhöhen, Also versammeln sie sich gelegentlich, nicht geheim und lehren den Profis gehöriges Fürchten. Schlecht ist nur die Anlage.
Im Orchester ist geboten: Sämtliche Musikvariationen, Platten einfach zusammenlaufen lassen. Wildes scratchen. Monotone Ruhephasen. Solos. Gruppendynamik. Aufstieg und Fall.

hemdendienst@gmx.de
http://www.hemdendienst.da.ru


Tanzen
Tobias Thomas legt auf
Ostersamstag 22. April 2000, 24 Uhr

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