Rundgang

1. "Do angels exist?"
2. Glastüre Gutenratskapelle
3. Fenster Gutenratskapelle
4. Gutenratskapelle mit Altar
5. Grablegung
6. Fenster Katzgrau
7. Fenster "Judentum"
8. Kirchenschatz
9. Antonius
10. Ambolesepult
11. Tabernakelstele
12. Fenster der Altarseite
13. Ikone
14. Ewiges Licht
15. Orgel
16. Epitaph
17. Taufbecken
18. Büro / Informationen
19. Petrusstatue
20. Fenster "Islam"
21. Sakristei

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1. Eingangstreppe
‘Do angels exist?’
Vielleicht ist sie Ihnen aufgefallen, die besondere Türschwelle am rechten Eingang der Kirche, draussen vor den Stufen der Gutenratkapelle. ‘Gibt es Engel?’ lautet die Frage, die der Besucher der Kirche übertritt. Der Künstler Günther Beckers fertigte die Inschrift nach einem Kunstdiebstahl an als Ausdruck seiner Verzweiflung und Wut. Die Frage stellt sich uns, die wir diese Kirche besuchen und beleben:
Woran glauben wir? Was glauben wir? Äußert sich unser Glauben in unserem Leben? Helfen die Glaubenden, an einer besseren Welt mitzubauen? Sind wir Engel = Helfer Gottes da, wo wir leben?

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2. Einganstüre Gutenratskapelle
Zwei Worte des Neuen Testaments empfangen bzw. verabschieden den Besucher: ‘Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu und seinen Brüdern’ (Apg 1, 14).
Beim Verlassen der Kirche erinnert ein Satz Mariens an das, was in der Kirche verkündet wird: ‘Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.’ (Joh2,5).
Die Glasflügeltüren wurden von Ludwig Schaffrath (geb. 1924) entworfen. Ausgeführt von der Glasmalerwerkstätte Oidtmann in Linnich. Gesandstrahltes Industrieglas.

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3. Fenster Gutenratskapelle
Das Fensterdiptychon der Gutenratkapelle wurde von Ludwig Schaffrath (geb. 1924) entworfen. Der Künstler schuf ein rhythmisches Auf und Ab, ein Geben und Nehmen in einer abstrakten Formensprache die sich unaufdringlich in die Innenarchitektur der Kapelle fügt.
Ebenso wie einen gut gegebener Rat tun sie ihre Wirkung ohne sich aufzudrängen. Ausgeführt von der Glasmalerwerkstätte Oidtmann in Linnich. Antikglas mit Bleiruten gefasst.

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4. Gutenratskapelle mit Marienaltar
Die Gutenratskapelle am nördlichen Seiteneingang ist der einzige Bauteil der Kirche, der noch eine Ahnung von der ehemaligen barocken Pracht des 1943 komplett ausgebrannten Innenraums gibt. Der schön geschnitzte Altar stammt aus dem Aachener Rathaus, wo er bis 1848 im sog. Krönungssaal in einem Kapellenerker aufgestellt war. Hier wurden die Ratsherrn vereidigt und gelegentlich Messen gehalten. Ehe der Krönungssaal 1849 umgebaut und neu ausgemalt wurde, verkaufte die Stadt den Altar an die Pfarre St. Peter. Der Entwurf zu den Schnitzereien stammt von dem berühmten Aachener Baumeister Johann Joseph Couven (1701-1769). Ausgeführt wurden die Arbeiten 1727-1734 von Meister Jacques de Reux aus Lüttich.
Zentrum ist das Altarbild der Mutter vom Guten Rat, die bereits seit 1803 an St. Peter verehrt wurde. Damals wurde das als wundertätig geltende Gnadenbild aus dem abgebrochenen Augustinerkloster nach St. Peter überführt. Das heutige Altarbild ist die 1904 entstandene Kopie eines älteren, schadhaften Bildes. Urheber der Malerei auf Kupfer war vermutlich der Aachener Schreiner und Kunstmaler Josef Assenmacher, von dem auch das erhaltene Neo-Rokoko-Mobiliar der Sakristei (1905) stammt.
Die Gutenratskapelle wurde ab 1983 sukzessive wiederhergestellt, dabei stießen die Restauratoren auf Reste einer inzwischen wieder freigelegten neo-barocken Ausmalung der Jahrhundertwende.

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5. Grablegung
Pietà
Das Erdgeschoß des mittelalterlichen Turms - die sogenannte Turmkapelle - beherbergt das älteste plastische Bildwerk der Peterskirche. Die polychromierte Skulpturengruppe zeigt in der verinnerlichten Formensprache des Spätmittelalters das damals weit verbreitete Bildmotiv der Marienklage.
Die Skulptur entstand Anfang des 15. Jahrhunderts im Rheinland.

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6. Fenster Katzgrau
1965 wurde die Turmkapelle aus Mitteln der Anny-Basten-Stiftung umgestaltet. Die einzige Fensteröffnug im Erdgeschoss des mittelalterlichen Wehrturms wurde verkleinert und erhielt eine ornamentale Verglasung in den Farbtönen Weiss-Blau-Rot. Der Entwurf stammt von der Aachener Glasmalerin Maria Katzgrau, deren Signatur, eine in Schwarzlot gezeichnete kleine Katze - in der unteren rechten Ecke zu sehen ist.

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7. Fenster "Judentum"
20. Fenster "Islam"
‘Kommunikation zwischen Judentum, Christentum und Islam’
Die beiden Fenstertriptychen befinden sich einander zugewandt im Innenraum der Kirche (ohne Außenwandanbindung). Links und rechts, an der Ost- und der Westwand, können Sie die Fenster des jüdischen und des islamischen Glaubens sehen. Sie erinnern daran dass die Christen mit Juden und Muslimen an den einen Gott glauben: Die drei grossen Weltreligionen leben aus derselben Wurzel.
Das jüdische Fenster auf der rechten Seite über der Turmkapelle zeigt kreisrund das Symbol für die Vollkommenheit Gottes. Die lange und leidvolle Geschichte des jüdischen Volkes ist ein Ringen mit und um diesen Gott, der es als sein besonderes Eigentum erwählt hat. Der siebenarmige Leuchter, die Menora aus dem zerstörten Jerusalemer Tempel, erhebt sich über dem hebräischen Text des ‘Schma Israel’, des jüdischen Glaubensbekenntnisses:

Höre Israel !
Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
Darum sollst Du den Herrn, Deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
(aus der Bibel, Buch Dtn 6,4-5)

Auf der gegenüberliegenden Seite der Kirche zeigt das Islamfenster in der Mitte den Halbmond und in arabischer Schrift die erste Sure aus dem Koran, dem heiligen Buch des Islams:

Die Öffnende. Geoffenbgart zu Mekka.
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen.
1. Lob sei Allah, dem Weltenherrn,
2. Dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
3. Dem König am Tag des Gerichts!
4. Dir dienen wir und zu dir rufen um Hilfe wir,
5. Leite uns den rechten Pfad,
6. Den Pfad derer, denen du gnädig bist,
7. Nicht derer, denen du zürnst,
und nicht der Irrenden.
(Deutsche sinngemäße Übersetzung der ersten Koransure)

Entworfen von Sabine Jacobs (geb.1966). 1995 ausgeführt von der Glasmalerwerkstätte Oidtmann in Linnich. Gesandstrahltes Überfangglas schwarz auf weiß, kombiniert mit Antikglas - opak - grau auf weiß. Die Linie ist teils gesandstrahlt und teils verbleit.
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8. Kirchenschatz
Der Schatz von St.Peter zeichnet sich unter den Kirchenschätzen der Bischofsstadt Aachen durch eine Fülle kostbarer liturgischer Geräte aus der Barockzeit und des 19.Jahrhunderts sowie durch seinen außergewöhnlich reichen Fundus kirchlicher Gewänder aus. Jahrhunderte hindurch hat der Schatz eine prominente Rolle im Lbeben der Pfarrgemeinde gespielt: bei Prozessionen wurden die liturgischen Geräte und Fahnen mitgeführt, an hohen Festtagen oder Heiligenpatrozinien die Reliquienbehälter der an der St.Peter verehrten Heiligen ausgestellt. Als die Peterskirche bei einem Luftangriff 1943 komplett ausbrannte, entging der Schatz nur durch den todesmutigen Einsatz von Freiwilligen der Zerstörung. Mit der Einrichtung des "Schatzkästchens an St.Peter" im Jahr 2000, einer von der Fachhochschule Köln und dem Landesverband Rheinland geförderten Inventarisierung und Bestandsicherung sowie der anstehenden Buchveröffentlichung von Wolfgang Cortjaens, Kirchenschatz St. Peter zu Aachen (2003), ist er nach Jahren der Vernachlässigung als geschlossenes Ensemble in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

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9. Antonius
Der hl. Antonius (1195-1232, Festtag: 13. Juni) zählt zu den populärsten Heiligen. Er wird u.a. als Helfer der Armen und Sozialarbeiter verehrt und beim Verlust verlorener Gegenstände angerufen.
Die Antonius-Skulptur in St. Peter gehörte ehemals zu einem Zyklus von Standbildern, die bis zur Kriegszerstörung die Säulen des Langhauses schmückten. Sie war ursprünglich farbig gefasst. Die leicht unterlebensgroße Standfigur stellt den Heiligen in der Tracht der Minderbrüder (Franziskaner) dar. Auf dem linken Arm trägt der Heilige das Jesuskind, in der erhobenen Rechten hält er einen Lilienstab. Leider hat der zunehmende Vandalismus zahlreiche Krazspuren, sogar Graffitis, auf der Holzoberfläche hinterlassen.
An der Vorderseite des Sockels findet sich die Signatur des Bildhauers Gustav Angelo Venth (1868-1904), Sohn eines bekannten Aachener Malers. Venth hat für Aachen zahlreiche Skulpturen und Grabdenkmäler entworfen. Außer dem hl. Antonius hat sich in St. Peter noch eine monumentale steinerne Madonnenstatue erhalten, die heute im nicht zugänglichen südlichen Eingangsbereich aufgestellt ist.

10. Ambolesepult

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11. Tabernakelstele
Wiederholt hat die von Professor Carl Henning Seemann geschaffene Kreuzigungsgruppe in St. Peter Kontroversen hervorgerufen. Als kritische Auseinandersetzung des Menschen mit dem Kreuz zählt sie zu den beeindruckendsten zeitgenössischen Ausstattungsstücken der Kirche: Erschlafft und nach vorn gebeugt, hängt Christus am Kreuz, der gefolterte, leidende Mensch steht im Vordergrund, nicht der verklärte Triumphator. Das kompakte Material Bronze unterstreicht die Absicht Seemanns, irdische Schwere, Marter und Stumpfheit auszudrücken. Zu dieser Aussage passt auch die sich abwendende Gestalt Marias: eine plumpe, ältere Frau, die angesichts des Leidens ihr Gesicht abwendet. Zur Linken steht, entgegen der Bibelaussage, der Kirchenpatron und Apostel Petrus, grobschlächtig, nur mit einer Arbeitshose bekleidet.
Die monumentale Kreuzigungsgruppe fügt sich perfekt in den weitgehend schmucklosen, hellen Kirchenraum, wie er sich seit seiner Umgestaltung 1974/75 dem Besucher präsentiert.

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12. Fenster der Altarseite
Der Fensterzyklus der Altarseite wurde von Wilelm Buschulte entworfen Die symbolhaft verschlüsselten, schwer zugänglichen Darstellungen stellen göttliches Wirken und menschliches Dasein einander gegenüber.. Von links nach rechts zeigen sie: die Jakobsleiter, die Verkündigung an Maria, die Menschwerdung, den Tod Christi, Hinabgestiegen zu den Vätern und Müttern.

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13. Ikone
Die um 1800 in Russland entstandene Ikone zeigt sog. Gottesmutter Tichwinska, die in der byzantischen Kunst zum sog. Hodegetria-Typus (dt. "die Wegführerin") gehört seit 1383 verehrt wird. Die Madonna ist frontal in Halbfigur dargestellt, auf dem linken Arm trägt sie das Christuskind. Die Häupter der Figuren sind nachträglich mit Nimben aus getriebenem SIlber verziehrt. Der LEgende nach wurde das Bild am Ufer des Flüßchens Tichwinka angeschwemmt, wo man daraufhin zu Ehren der Muttergottes ein Kloster errichtete. Tag der Verehrung ist der 26. Juni. Es existieren weltweit zahlreiche Repliken der Ikone, die meisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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14. Ewiges Licht
Die aus getriebenem Silber bestehende Ewig-Licht-Ampel ist eine vermutlich spätbarocke Arbeit des 18. Jahrhunderts, die im 19. Jahrhundert restauriert und ergänzt wurde. Der Corpus ist in drei eingezogene, mit gravierten Kartuschen verzierte Schauseiten gegliedert; drei geflügelte Engelsköpfchen sind auf die sich Bugartig hervorwölbende Zwischenstege montiert. Die Ampel verjüngt sich nach unten zu einer volutenförmigen dreigeteilten Konsole, am unteren Ende befindet sich ein Knauf in Form eines Pinienzapfens mit Ring zum Auf- und Runterziehen.

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15. Orgel
Anfang der 1990er Jahre entschloss sich die Pfarrgemeinde zur Anschaffung einer neuen Orgel. Angesichts der problematischen Akkustik des Kirchenraums war diese ein Hauptkriterium für die Wahl des Instruments.

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16. Epitaph
Epitaph Klaus Hemmerle 1998. Eine Mosaikarbeit von Prof. Ludwig Schaffrath zum Andenken an Bischof Klaus Hemmerle (*1929 + 1994).
Gegenüberliegend ist unserer Informationsnische. Sie finden hier den Pfarrbrief , Plakate oder Flyer zu den kommenden Veranstaltungen.

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17. Taufbecken
Das fast einen Meter hohe Taufbecken gehört zu den wenigen älteren Auststattungsstücken, die den Krieg überdauert haben. Das Material ist schwarzer Granit mit hellen Einschlüsssen, die Grundform barockisierend mit kelchförmigen Becken. Auf der Plinte befindet sich die Signatur des Steinmetzes: "A.J. LANDVOGT AQUISGRANI FECIT ANNO 1853". Im Dezember 1986 wurde das Becken an seinen heutigen Standort unterhalb der Orgeltribüne versetzt.

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18. Büro / Informationen
Im Jahr 2002 hat die Pfarre unterhalb der nördlichen Empore ein Büro eingerichtet. Durch diesen reversiblen Einbau soll zum einen der Kirchenbau vor Vandalismus geschützt werden (eine leider notwendig gewordene Maßname), zum anderen ein greifbarer Ansprechpartner für alle Anliegen der Kirchenbesucher "vor Ort" eingesetzt werden.

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19. Petrusstatue
Das Schicksal der Petrus-Skulptur ist eng mit der Geschichte der Dreilägerbachtalsperre bei Roetgen verknüpft: Der Leiter der Wasserwerke Offergeld, ein leidenschaftlicher Kunstsammler, erwarb die Figur um 1925 im Kunsthandel und funktionierte sie alljährlich während der Sommermonate zum "Brückenheiligen" um, indem er ihn in einer Niische des inzwischen abgebrochenen Torgebäudes der Talsperre aufstellt. Hier verblieb der Heilige, durch einen grauen Schutzanzug geschützt, bis ca. 1933. Auf Umwegen gelangte er Anfang der 1950er Jahre nach St. Peter, möglicherweise auf Veranlassung von Pfarrer Josef Schneider, der vor seiner Versetzung nach Aachen (1941) Pfarrer in Roetgen war.

Die künstlerisch eher zweitrangige, in den dynamischen Umrissen aber solide gearbeitete Statue ist auf einen erhöhten Standpunkt gearbeitet, wie der deutlich auf Untersicht berechnete Blickwinkel verrät. Die ausgehöhlte Rückseite ist ein Indiz dafür, dass die Figur von einem nicht näher bestimmbaren architektonischen Gefüge hinterfangen wurde. Wahrscheinlich war sie bestandteil eines Altars, dessen Dimensionen angesichts der Größe der Statue (1,60 m) beträchtlich gewesen sein müssen. Bei dem Schlüssel handelt es sich um eine Ergänzung der Aachener Bildhauerin Ergun von 1986; die Form ist dem Nordportal der Peterskirche nachempfunden.

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21. Sakristei
Die unsere Sakristei wurde beim Umbau der Kirche 1974/75 dort angelegt, wo sich zuvor der CHorbereich befunden hatte. Die ursprünglichen Sakristeigebäude an der Südseite der Kirche wurden damals abgebrochen; die Eichenholztüren sowie Teile des 1905 angeschafften Mobiliars und die dazugehörigen Malereien (Öl auf Leinwand bzw. Kupfer) wurden in die neue Sakristei inhtegriert. Die Schnitzarbeiten im üppigen Neubarock sind von hoher Künstlerischer Qualität. Urheber des Interieurs war Aachener Josef Assenmacher, dessen Wohn- und Atelierhaus in der Welkenrateher straße noch heute existiert. Seine erhaltenen Werke (u.a. in Würselen, St.Sebastian) zeugen von einer intensiven Beschäftigung mit dem lokalen Brock und Rokoko. DIe Gemälde dienten bzw. dienen noch heute als Füllungen der Schrankaufsätze. Das Mittelfeld des Ankleidealtars zeigt Christus am Kreuz (identische Darstellung am Hochaltar von St. Willibrord, Alt-Merkstein), die übrigen die Pfarrpatrone Petrus und Johannes von Nepumuk sowie die Begegnung von Christus und der Samariterin.