Ich habe in der Kunst immer Dinge gesucht, die potentiell auch außerhalb des Kunstkontextes Bestand haben, die also zum Beispiel vor den Realitätsanforderungen wissenschaftlicher Disziplinen bestehen können und gleichzeitig ihren eigenen Denkrahmen miteinbeziehen und insofern ästhetisch sind. Das "Disfunktionalitätskriterium" für Kunst hat mich immer gelangweilt. Das erste Patentprojekt, die Rundum-Kamera, meldete ich zur selben Zeit im Patentamt an, wie die Rundum-Bilder in der Kunst gezeigt wurden. In beiden Feldern wurde auf unterschiedliche Weise ein "Wahrnehmungsvorschlag" übermittelt. Das Sonnenspiegel-Projekt wirkt als Bild umso stärker, je besser es in der Praxis funktioniert. Es ist eine Art Manifest für eine Intervention in die Wirklichkeit, die nicht bloß als Modell in Referenz zu anderen Disziplinen steht, wie z. B. Alteration of a Suburban House von Dan Graham, sondern parallel dazu auch real ist.